Recorded & Publishing

GEMA und Geyer vor Trennung?

Hans-Herwig Geyer und die GEMA gehen offenbar getrennte Wege. Gerüchten zufolge verlässt der langjährige Kommunikationschef die Verwertungsgesellschaft.

Schon auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikverleger-Verbands am 11. und 12. Juni in Würzburg wurde inoffiziell darüber gesprochen, und vermutlich wird es auch ein Gesprächsthema auf der GEMA-Mitgliederversammlung sein, die vom 25. bis 27. Juni in München stattfindet: Hans-Herwig Geyer und die GEMA gehen offenbar getrennte Wege. Gerüchten zufolge verlässt der langjährige Kommunikationschef die Verwertungsgesellschaft; angeblich hat eine Headhunter-Agentur Öffentlichkeitsarbeiter der Musikbranche in vergleichbarer Position angesprochen.

Geyer war für eine Stellungnahme nicht erreichbar; aus der Münchner GEMA-Zentrale teilte Marketingdirektor Henrik Hörning mit, man könne „nicht bestätigen, dass wir uns von Herrn Dr. Geyer getrennt haben“. Und somit stellt sich abermals die Frage nach dem Kurs der GEMA, wie sie bereits der Kommentar im aktuellen MusikWoche-Heft aufwirft.

Der promovierte Musikwissenschaftler Geyer stieß nach Stationen als Berater für die Dramaturgie des Schleswig Holstein Festivals und beim Harenberg Verlag 1991 als wissenschaftlicher Mitarbeiter zur GEMA-Generaldirektion in München. Er leitete bis 1993 die musikwissenschaftliche Fachabteilung und übernahm 1993 die Aufgaben des Pressesprechers und Leiters der GEMA-Kommunikation. 1996 wählte ihn das Communication Committee des internationalen Dachverbands der Autorengesellschaften CISAC zu seinem Präsidenten. Er vertritt die GEMA beim European Music Office (EMO) in Brüssel. Seit 2004 ist er Bundesvorsitzender der Jeunesses Musicales Deutschland sowie Mitglied des Board der Jeunesses Musicales Internationales in Brüssel und seit 2005 Vizepräsident des Europäischen Musikrats in Bonn.