Der Textdichter und Komponist Kurt Hertha verstarb am 8. Juli 2007 im Alter von 81 Jahren. Hertha, Autor von „Tanze mit mir in den Morgen“, engagierte sich von 1961 bis 1979 als Aufsichtsrat der GEMA und wurde 2006 Ehrenmitglied der Verwertungsgesellschaft und setzte sich in weiteren Gremien für seine Textdichterkollegen ein. Der Deutsche Textdichter-Verband ehrte Kurt Hertha 1990 mit der „Goldenen Feder“, 1997 wurde er zudem mit dem Willy-Dehmel-Preis der GEMA-Stiftung ausgezeichnet.
„Unser Ehrenmitglied Kurt Hertha hat Herausragendes für das deutschsprachige Lied geleistet, seine Texte sind beispielhaft für den guten deutschen Schlager“, sagt Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA: „Die GEMA trauert um einen großen Kreativen und Künstler, der sich als Mitglied des Aufsichtsrats auch für die Belange seiner Berufskollegen eingesetzt und dabei große Verdienste erworben hat.“
Kurt Hertha kam am 2. Mai 1926 im fränkischen Gestungshausen bei Coburg zur Welt, arbeitete nach einem Instrumentalstudium in der Nachkriegszeit zunächst als Musiker und begann, Texte zu verfassen. Seinen ersten Erfolg feierte er mit dem Oktoberfest-Hit des Jahres 1957 „Ich möcht gern an Biersee“. Mit „Tanze mit mir in den Morgen“, interpretiert von Gerhard Wendland, gelang ihm 1961 der Durchbruch. „Kurt Hertha zählt zu den produktivsten und erfolgreichsten deutschen Schlager-Textdichtern, mit namhaften Künstlern wie Roy Black, Freddy, Bata Illic, Jürgen Marcus und Chris Roberts verband ihn eine fruchtbare Zusammenarbeit“, heißt es bei der GEMA. Mehr als 1300 Texte liegen von ihm vor, für Erfolge wie „Ganz in Weiß“ (1965), „Dich erkenn‘ ich mit verbund’nen Augen“ (1968), „Du kannst nicht immer siebzehn sein“ (1974), „Und hinterher, da nehm‘ ich dich in meine Arme“ (1975) erhielt er zwölf Goldene Schallplatten und drei Platinplatten.





