Recorded & Publishing

GEMA schlägt in Lizenzstreit zurück

Die GEMA reagiert mit scharfen Worten auf die Pressemitteilung der IFPI, in der der Verband sein Begehren, den Urbebervergütungssatz für die Lizenzierung von Tonträgern zu senken, begründete.

Die GEMA reagiert mit scharfen Worten auf die Pressemitteilung der IFPI, in der der Verband sein Begehren, den Urbebervergütungssatz für die Lizenzierung von Tonträgern zu senken, begründete. GEMA-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Reinhold Kreile hält das IFPI-Vorhaben für „empörend“. Die von Phonoverbände-Chef Gerd Gebhardt vorgelegte Begründung täusche die Öffentlichkeit. Seinen Vorwurf, die Musikautoren lebten realitätsfern „auf einer heilen Insel inmitten stürmischer See“, wies Kreile zurück: „Tatsächlich leiden die Musikautoren durch die Anbindung an die Tonträgerverkäufe bereits seit Jahren unter den schweren Umsatzrückgängen im Tonträgermarkt; nun will die Tonträgerindustrie diese schwierige Situation der Musikautoren dadurch verschärfen, dass sie ihre Umsatzverluste der letzten vier Jahre noch zusätzlich auf den Rücken der Kreativen durch Reduzierung der Entlohnung um 40 Prozent abwälzen möchte: Dies ist – in voller Absicht – existenzbedrohend.“ Die GEMA werde es nicht zulassen, dass Konzernstrategien die wirtschaftliche Existenz der Autoren – und damit die Vielfalt der Musikkultur – zerstörten. „Die Musikautoren, die mit ihrer Kreativität die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs im Musikmarkt bilden, erwarten von den Vertretern der Musikwirtschaft Zukunftslösungen wie die zügige Umsetzung von tragfähigen Businessmodellen im Online-Bereich, nicht aber Strategien zur Reduzierung der Entlohnung der Kreativen und Kostenminimierung der Industrie, die die Urheberrechte mit Füßen treten,“ erklärt Kreile.

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