„Wir empfehlen ausdrücklich für die Reform abzustimmen“, heißt es in einer Stellungnahme, die der Pro Musik Verband der freien Musikschaffenden am 27. April 2026 verbreitete. Pro Musik unterstütze „den Antrag von Aufsichtsrat und Vorstand“ der Verwertungsgesellschaft.
Zunächst erläutert der Verband das bei der GEMA anstehende Projekt einer Reform der Kulturförderung, bei der die Unterscheidung zwischen E- und U-Musik abgeschafft werden solle. Es brauche Musik, „die unabhängig von Marktlogiken entsteht – Musik, die nicht für die große Bühne gemacht ist, Grenzen verschiebt und deshalb besondere Förderung verdient“, heißt es im Rundschreiben aus Köln. Das unterstütze man klar: „Aber warum sollte solche Musik automatisch nur sogenannte E-Musik sein? Innovation entsteht ebenso in Pop, Jazz, Filmmusik, Hip-Hop und vielen anderen Genres. Überall dort, wo Neues gewagt wird und Hörgewohnheiten hinterfragt werden.“
Durch die Reform der GEMA-Förderung wäre nach Ansicht von Pro Musik die Möglichkeit gegeben, „Musik in ihrer ganzen Bandbreite, insbesondere den Nachwuchs, besser zu fördern und die Kulturförderung genre-offen und damit fairer zu gestalten.“ Zugleich ließe sich „die demokratische Teilhabe stärken“, da das aktuelle System manchen Urheber:innen den Zugang erschwere.
Bei Pro Musik verbreitet man zudem unter anderem via Instagram ein Erklärvideo, in dem der Vorstandsvorsitzende Christopher Annen die Position des Verbands in Sachen GEMA-Kulturförderung erläutert.




