Die Reform der Kulturförderung finde „breiten Rückhalt, auch unter den Musikverlagen“, heißt es in einer Mitteilung auf den Onlineseiten des DMV – Verband Deutscher Musikverlage. Als „Partner der Komponistinnen und Komponisten, Textdichterinnen und Textdichter begrüße“ man, „dass die GEMA ihr Kulturförderinstrumentarium weiterentwickelt und an die Realitäten einer sich wandelnden Musikwirtschaft anpasst“. Zuvor kamen rund 1200 Mitglieder der GEMA vom 5. bis 7. Mai 2026 in Berlin zur Hauptversammlung zusammen. Zum Abschluss der Versammlung bestätigte die Verwertungsgesellschaft, dass der Antrag zur Reform der Kulturförderung angenommen wurde.
„Musikverlage sind mehr als Rechteinhaber, sie sind langfristige Investoren in künstlerische Karrieren“, ordnet DMV-Präsident Götz von Einem die Position der Musikverlage im Anschluss ein: „Eine Förderlogik, die Kreativität, Vielfalt und Nachhaltigkeit stärkt, kommt letztlich allen Beteiligten zugute: den Urhebern, den Verlagen und dem Publikum.“ Vor diesem Hintergrund sehe man beim DMV „in der beschlossenen Reform die Chance, dass Fördermittel zielgenauer dort ankommen, wo sie musikalische Projekte wirklich ermöglichen und entwickeln“.
Zugleich drängt der DMV darauf, dass die Umsetzung der Reform „transparent und im fortlaufenden Dialog mit allen Kurien“ – also den in der GEMA organisierten Berufsgruppen der Komponist:innen, Textdichter:innen und Musikverlage – erfolgen müsse. Zudem erwarte man bei den Verlagen, dass die GEMA „ihr Versprechen einlöst“ und das Fördervolumen auch künftig auf dem bisherigen Niveau stabil halte.
„Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass die neue Förderstruktur für Verlage im Bereich der ernsten Musik voraussichtlich mit finanziellen Verlusten verbunden sein wird“, ergänzt zudem DMV-Vizepräsident Arne Björn Segler: „E-Musik-Verlage haben über Jahrzehnte in Repertoire investiert, das kulturell bedeutsam, in seiner wirtschaftlichen Basis jedoch oft fragil ist.“ Vor diesem Hintergrund vertraue man darauf, „dass die GEMA diese besondere Situation im Blick behält und die Umsetzung der Reform mit Augenmaß gestaltet – im Interesse eines Repertoires, das zum Kern des deutschen Musiklebens gehört“.
Beim DMV, so heißt es aus Berlin, wolle man diesen Prozess „konstruktiv begleiten“ und stehe „für einen offenen Austausch bereit“: „Gemeinsam mit der GEMA und allen Kurien tragen wir Verantwortung für ein lebendiges Musikschaffen in Deutschland.“







