In seiner Rede vor der Mitgliederversammlung der GEMA am 30. Juni in Berlin griff der Vorstandsvorsitzende der Urheberrechtsgesellschaft, Prof. Dr. Reinhold Kreile, die Tonträgerhersteller im Lizenzstreit erneut an: „Auch im rückläufigen Tonträgermarkt müssen die angemessenen Vergütungen in richtiger Weise bezahlt werden“, betonte Kreile. „Das urheberschädliche Lohndiktat, das die IFPI durchsetzen will, wird scheitern.“ Gegen diese Lohndrückerei habe sich die GEMA mit ihrer Eingabe beim Deutschen Patent- und Markenamt gewandt, die mündliche Verhandlung vor der Schiedsstelle finde am 28. Juli statt.
Obwohl Kreile der IFPI und vor allem den Major-Konzernen vorhält, Deutschland zum „Kriegsschauplatz“ dieser Auseinandersetzung gemacht zu haben, signalisierte er Gesprächsbereitschaft: „Dennoch verschließen wir uns weiteren Gesprächen mit der Tonträgerindustrie nicht, führen auf jeder Ebene das Gespräch über die Lizenzierung und die richtige Vergütung dafür weiter.“ Ohne das Werk der Komponisten und Textdichter bliebe der Markt leer, deshalb „möchten die in der GEMA zusammengeschlossenen Autoren, Komponisten, Textdichter und deren Verleger an die deutsche Tonträgerindustrie den Aufruf richten, wieder zur Zusammenarbeit zurückzukehren – sich wieder als Partner zu begreifen“.






