Das Grokster-Urteil bringt offenbar Bewegung in den Kampf gegen die Onlinepiraterie: Die GEMA hat hierzulande die wichtigsten Internet-Service-Provider angeschrieben und aufgefordert, den Zugang zu P2P-Seiten zu verhindern. GEMA-Kommunikationschef Hans-Herwig Geyer bestätigte entsprechende Medienberichte, nach denen bislang 42 Provider unter Androhung rechtlicher Schritte aufgefordert wurden, den Zugang zu P2P-Seiten wie Eselfilme, Goldesel oder Saugstube zu sperren. Weitere Details kündigte Geyer für die kommende Woche an.
Während Provider wie AOL und Strato entsprechende Schreiben laut „Netzwelt“ bereits erhalten haben und derzeit rechtlich prüfen, will man sich bei 1&1 offenbar wehren: „1&1 wird sich gegen alle Versuche verwehren, Nutzer pauschal zu kriminalisieren“, sagte Unternehmenssprecher Michael Frenzel der „Netzwelt“: „Es wäre wirklich total absurd, unbescholtenen Nutzern den Zugang zu allen Servern zu zensieren, über die vermutlich ein Rechtsverstoß erfolgen könnte oder jemand Drittes schon einmal einen Rechtsverstoß begangen hat. Das würde das abendländische Rechtssystem völlig auf den Kopf stellen.‘





