Die Erträge der Verwertungsgesellschaft sanken von 813,6 Mio. Euro im Jahr 2003 um 0,9 Prozent oder 7,4 Mio. Euro auf nunmehr noch 806,2 Mio. Euro. Ausgeschüttet wurden knapp 690,2 Mio. Euro, ein Minus von 0,5 Prozent zum Vergleichszeitraum. Hauptgrund seien die „schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der beträchtliche Rückgang im Bereich des Tonträger- markts und der Tonträgervergütungen“, heißt es: „Die GEMA hat in einem zweifellos sehr schwierigen Geschäftsjahr ein noch zufrieden stellendes Ergebnis für die Musikautoren erzielen können“, bilanzierte der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Reinhold Kreile. „Trotz der rückläufigen Gesamterträge hat das Kostenmanagement der GEMA seine Effizienz nachdrücklich unter Beweis gestellt.“
Entsprechend sank die Verwaltungsquote von 14,7 Prozent im Jahr 2003 auf 14,4 Prozent. Die GEMA werde „auch künftig dafür Sor- ge tragen, dass der starke wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Wert der Musik in einer stets angemessenen Entlohnung der musikalisch Kreativen seine Entsprechung findet“, ergänzt Kreile. Die Mitgliederversammlung stand zudem im Zeichen des Erfolgs der GEMA im Grundsatzstreit mit der Tonträgerindustrie über die Vergütung für die Lizenzierung von Tonträgern. Hier habe die GEMA „einen bedeutenden Sieg errungen, der für weitere Versuche, das Schutzniveau zugunsten kommerzieller Interessen auszuhöhlen, richtungsweisend sein wird“, erklärte Kreile.
Die GEMA begrüße, dass durch das Einlenken der IFPI ein langer und teurer Rechtsstreit vermieden wurde. Zudem fließen nun aus dem IFPI-Sperrkonto noch mehr als 40 Mio. Euro in die GEMA-Bilanz ein. Kreile: „Die GEMA wird die hinterlegten Vergütungen bis zum 1. Oktober an die Rechteinhaber ausschütten. Sie erwartet eine entsprechende Unterstützung der Tonträgerindustrie.“ Knut Schlinger






