Recorded & Publishing

Gebhardt fordert Verlängerung der Schutzfristen

Die deutsche Musikwirtschaft fordert von der Politik eine Verlängerung der Schutzfristen für Musikaufnahmen von 50 auf 95 Jahre. International gelten zumeist längere Leistungsschutzrechte als in Europa.

Die deutsche Musikwirtschaft fordert von der Politik eine Verlängerung der Schutzfristen für Musikaufnahmen: „Bereits heute müssen viele Künstler zusehen, wie ihre frühen Musikaufnahmen den Urheberrechtsschutz verlieren. Sie sollten aber das ganze Leben gerechte Vergütungen aus ihren Musikeinnahmen beziehen können“, findet Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände. „Es ist unverständlich, dass diese Musikaufnahmen in Europa weniger geschützt werden als in vielen anderen Ländern der Welt. Auch die Musikunternehmen brauchen deswegen eine Verlängerung der Schutzfristen für Musikaufnahmen von 50 auf 95 Jahre.“

Während innerhalb der EU eine Schutzdauer von 50 Jahren für die Leistungsschutzrechte an Musikaufnahmen gilt, weist das Urheberrecht in zahlreichen anderen Staaten bereits eine deutlich längere Schutzfrist auf. So gewähren u.a. die USA mit 95 bzw. 120 Jahren, Mexiko mit 75 Jahren oder Australien, Chile, Brasilien, Peru und die Türkei mit jeweils 70 Jahren bereits einen deutlich längeren Schutz. Die Notwendigkeit, die Schutzfristen zu verlängern, sei offenbar weltweit erkannt worden.

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