Recorded & Publishing

Gastarbeiter: Risse in der Indiewand

Emmanuel Legrand geht dem Sinneswandel von Patrick Zelnik auf den Grund

Eines muss man Lucian Grainge lassen: Er ist ein großer Stratege. Er hat es geschafft, die geschlossene Front der Indielabels gegen die Übernahme von EMI Music durch Universal Music zu zerstören, indem er lediglich ein paar Firmenanteile als Einsatz auf den Tisch legte. Dadurch hat er Wunden in der Indiebranche verursacht, die nur schwer verheilen werden. Kurz nachdem Grainge seine Absichten öffentlich gemacht hatte, bekundeten mehrere Parteien ihr Interesse an kleinen Teilchen des einstigen EMI-Imperiums: Daniel Miller erklärte, er wolle Mute zurückkaufen; Laurence Bell von Domino, Ministry Of Sound und Kenny Gates von PIAS zeigten sich ebenfalls interessiert; BMG Rights Management hatte es auf Parlophone abgesehen. Aber schon vor Grainges Spielzug hatte Patrick Zelnik Mitte Juli sein Interesse an Virgin angemeldet – mit ein wenig Hilfe von Richard Branson – und den Merger befürwortet.

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