“Musik aus dem deutschen Sprachraum international zu vermarkten, ist durchaus möglich, wenn man es richtig anpackt. Der Bedarf dafür ist jedenfalls vorhanden“, erklärt Geisemeyer im Gespräch mit musikwoche. Der ehemalige edel-records-Chef kann in dieser Hinsicht auf jahrelange Erfahrung mit internationalen Label-Netzwerken zurückgreifen. Und bei der derzeitigen Marktsituation wähnt er sich mit G-Pop in einer Marktlücke: „Einige Plattenfirmen erleben, dass sie ihr Repertoire aus dem GSA-Raum durch eine Vermarktung innerhalb dieses Territoriums alleine nicht mehr refinanzieren können.“
An dieser Stelle kommt G-Pop ins Spiel: Geisemeyer vermittelt für seine Auftraggeber Lizenzdeals im europäischen und weltweiten Ausland. So ist er derzeit für BMG aktiv, um die Band B3 in Asien populär zu machen. Oder für Gang Go, die eine Steigerung ihrer Auslandsumsätze für Blank & Jones, Fragma und Paffendorf erwarten. Erste Erfolge sprechen sich dabei herum: So war G-Pop maßgeblich am Comeback von Simply Red beteiligt, die Verträge für Kontinentaleuropa wurden zusammen mit Ministry of Sound in Hamburg ausgehandelt.
Inzwischen hat das Album „Home“ Gold in der Schweiz und den Niederlanden sowie Platin in Italien erzielt. Doch „die richtige Arbeit“ beginnt laut Geisemeyer erst nach dem Deal: „Im Anschluss geht es darum, mit allen beteiligten Partnern individuelle Marketingpläne auszuarbeiten, die sich in den jeweiligen Territorien umsetzen lassen.“ In den letzten 14 Monaten habe das Konzept gut funktioniert, so dass Geisemeyer sich nun verstärken konnte. Seit fünf Wochen arbeitet das erste G-Pop-Außenbüro: In Singapur kümmert sich mit Andreas Rath ein edel-Weggefährte um die Geschäfte für den asiatischen Raum. Rath leitete zuvor auch schon das Asien-Büro von edel und kann sich nun dort seiner Kontakte bedienen.






