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Fusionsstopp erfreut Impala

Die Interessenvereinigung der europäischen Independentfirmen ist voll des Lobes über die Entscheidung von EMI und Warner Music, ihre Fusionspläne ad acta zu legen. Die Impala-Funktionäre erklärten, der Konzentrationsprozess in der Musikbranche sei schon vor langer Zeit zu weit gegangen.

Die Interessenvereinigung der europäischen Independentfirmen ist voll des Lobes über die Entscheidung von EMI und Warner Music, ihre Fusionspläne fürs Erste ad acta zu legen. Führende Funktionäre der Impala erklärten, der Konzentrationsprozess in der Musikwirtschaft sei schon vor langer Zeit zu weit gegangen.

Man habe den Rückzug der beiden Majors zur Kenntnis genommen und respektiere den Entschluss, die Fusionsverhandlungen zu beenden. Dieser Schritt bestätige die Ansicht der Impala-Mitglieder, dass eine weitere Konsolidierung gegen die allgemeinen Interessen der gesamten Branche, der Musikschaffenden und der Musikfans sei. „Dieser Prozess begann in der Tonträgerindustrie bereits vor vielen Jahren“, erklärte Martin Mills, Chairman der Impala und der Beggars Group. „Das ging inzwischen weit genug. Eigentlich war bereits der Zusammenschluss von MCA und PolyGram, der aus sechs Majors fünf machte und die Universal Music Group schuf, ein Schritt zu viel.“

Vice President und !K7-Chef Horst Weidenmüller ergänzte: „Dies wird eine Erlösung für Tausende Acts sein, die auch künftig einen Plattenvertrag haben werden und nicht fürchten müssen, von ihren Labels fallen gelassen zu werden.“ Diese Entwicklung werde ein Präzedenzfall für die gesamte Branche sein, meinte Patrick Zelnik, President des Indieverbandes. Die Zukunft läge in der Zusammenarbeit aller.

Die EU-Kommission, die durch das von der Impala erwirkte Urteil der Europarichter die bereits vollzogene Fusion von Sony BMG erneut prüfen muss, die Majorkonzerne sowie die Independentfirmen müssten nun gemeinsam die Gelegenheit nutzen, ein wettbewerbsfreundliches und innovatives kulturelles Europa zu schaffen.

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