Das Spekulations-Karussell um eine mögliche Fusion von Warner Music und BMG dreht sich weiter: Die beiden Verhandlungspartner stecken in einer Sackgasse, spekulieren verschiedene Medien. So will die „Süddeutsche Zeitung“ erfahren haben, dass Warner auf einem Anteil von mindestens 60 Prozent am fusionierten Musikkonzern besteht, BMG wil dagegen eine 50-50-Beteiligung. Unklar sei weiterhin der Name des vereinten Majors und die richtige Strategie gegenüber der US-Kartellaufsicht FTC. Die Kostenersparnis im Falle einer Fusion wird auf 200 bis 300 Mio. Dollar geschätzt. Doch bevor es soweit ist, muss laut der amerikanischen Tageszeitung „LA Times“ erst eine Entscheidung fallen, welche Unternehmenskultur sich durchsetzen soll. Warner-Mitarbeiter hätten sich des öfteren über das in ihren Augen Kälte ausstrahlende BMG-Logo lustig gemacht, Mitarbeiter bei BMG sehen bei Warner dagegen Stagnation und die fehlende Bereitschaft, in riskante Themen zu investieren. Das Blatt merkt außerdem an, dass auch die Unterschiede zwischen BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz und Roger Ames, seinem Pendant bei Warner, nicht größer sein könnten: Auf der einen Seite der ehemalige TV-Journalist, auf der anderen der Musikmanager.
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