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Fünf Jahre aktiv Musik Marketing: Imhof ordnet Marketing

Anfang 1997 gründete sich aus dem GDM-Aktivkreis die Marketinggesellschaft aktiv Musik Marketing. Zum Jubiläum stellt Geschäftsführer Uwe Imhof im Gespräch mit musikwoche.de sein neu gruppiertes Marketing-Team vor.

“Wir sind sehr froh, dass Tom Dreyer bei uns ist“, erklärt Imhof zur neu aufgestellten Marketing-Abteilung des aMM. Dreyer ergänzt das Team um Sebastian Lipski und Axel Brandt. Alle drei kümmern sich um die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Firmen; Lipski betreut außerdem den Bereich Independent und Metal, Brandt kümmert sich seit Januar auch um Klassik-Themen. Dreyer schließlich hat seit 1. März die Betreuung von Universal Music sowie den Bereich Sonderprojekte übernommen und kümmert sich um die Ergänzung des Sortiments im Fachhandel.

Imhof erläutert: „Wir haben die gesamte Palette des Facheinzelhandels auf der letzten aMM-Tagung hinterfragt: Was bieten wir den Konsumenten an Dienstleistungen? Wie vermarkten wir das? Welche Ergänzungen brauchen wir, um Musik in ihrer ganzen Bandbreite darzustellen?“ Dazu gehöre für den aMM künftig auch, die Kunden nicht nur in seinen Outlets zu bedienen, sondern ihnen auch andere Wege wie das Internet anzubieten. Dreyers Aufgabe sei es nun, gemeinsam mit dem Fachhandel neben den Stammkunden auch andere Käufer zu erreichen: „Wir haben in Deutschland zu viele weiße Flecken in der Handelslandschaft, die spontane Kaufimpulse oft verhindern.“

Imhof freut sich, beim Thema Internet nicht wie viele andere in zu große Euphorie verfallen zu sein. „Wir wollen den aktiv-Händlern künftig eine regionale Homepage anbieten, die sie selbst administrieren können.“ Der aMM-Händler könne dort seine eigenen Schwerpunkte präsentieren und übernehme auch Versand und Rechnungsstellung. Dies ermögliche die Verbindung der regionalen Bekanntheit des Händlers und der zentral von aMM vermarkteten Schwerpunkte des Monats.

Beim Thema DVD unterscheidet Imhof zwischen dem Angebot an Filmen und Musik: „Die DVD geriet als neues Medium sofort in den Fokus des Preismarketings.“ Der aMM wolle künftig verstärkt mit den Anbietern ins Gespräch kommen, um Kunden auch bei Filmen aus dem Backkatalog passende Dienstleistungen bieten zu können. „Die Film-DVD ist ein Medium, das auch in ein Tonträgergeschäft passt. Und bei der Musik-DVD haben wir von vielen Händlern sehr positive Reaktionen erhalten.“ Michael Herrmanns verstärkte bereits seit dem vergangenen Jahr die EDV-Abteilung, sagt Imhof: „Wir sind bekannt als Firma, die sehr zeitig EDV-Abläufe und -Strukturen einsetzte. Im Augenblick nehmen wir eine Verknüpfung der Warenwirtschaftssysteme der Händler-Outlets mit Siegen vor, um den schnelllebigen Marktentwicklungen gerecht zu werden.“

Gerade der Fachhandel müsse diese aus betriebswirtschaftlichen Gründen genau beobachten können. „Momentan sind wir in der Umsetzungsphase und haben schon mehr als zwei Drittel aller Unternehmen an das Zentralclearing angeschlossen.“ Große Bedeutung kommt dem Bereich EDV zum Beispiel bei Marketingaktivitäten zu: Das aMM-Intranet, das so genannte Händler-Informations-System (HIS), dient als zentrales Kommunikationsmedium, denn alle Informationen sind online abrufbar, wie Dreyer betont: „Das HIS ist ein fantastischer Support für alle.“