Über ein Jahr nach dem Skandal um die Kopierschutzsoftware von Sony BMG hat sich der Major nun auch mit der US-Handelsaufsicht auf einen Vergleich geeinigt. Die Federal Trade Commission (FTC) verpflichtete den Musikkonzern, jedem Kunden bis zu 150 Dollar für Reparaturkosten zu zahlen, sollten Computer beim Abspielen von geschützten CDs beschädigt worden sein.
Die Kopierschutzsysteme MediaMax und XCP hatten beim Abspielen der CDs auf Rechnern Treiber (Rootkits) installiert, die die PCs für gezielte Hackerangriffe verwundbar machten. Zudem wurden einige Rechner beim Versuch, die Software zu deinstallieren, beschädigt. Laut FTC waren diese Systeme ernsthafte Sicherheitsrisiken für Computernutzer.
Noch bis Ende Juni 2007 können die fraglichen CDs, die vor dem 31. Dezember 2006 gekauft wurden, umgetauscht werden. Sollte Sony BMG in der Zukunft vergleichbare Schutzmechanismen auf seinen Tonträgern einsetzen, muss dies – und die möglichen unerwünschten Nebenwirkungen – klar ersichtlich auf den Verpackungen gekennzeichnet werden.
Über zwölf Millionen der Rootkit-CDs wurden im Jahr 2005 in Nordamerika ausgeliefert, rund sieben Millionen davon wurden tatsächlich verkauft. Erst im Dezember hatte sich Sony BMG mit den einzelnen US-Bundesstaaten verglichen, in denen Konsumenten gegen den Major geklagt hatten.





