Die Entwickler des Fraunhofer Instituts für Integrierte Publikations- und Informationssysteme (IPSI) wollen auf der CeBIT (9. bis 15. März) eine Software vorstellen, mit Hilfe derer man Dateien in P2P-Systemen aufspüren und nachverfolgen kann, die vorher mit Wasserzeichen geschützt wurden. Das Programm verhält sich bei der Einwahl in ein P2P-System wie ein regulärer User und lädt Daten von anderen Nutzern herunter, die es dann nach Wasserzeichen untersucht.
Im Gegensatz zu den vielfach umstrittenen Digital-Rights-Management-Systemen verschiedener Hersteller erfordert die Wasserzeichen-Methode von Fraunhofer nicht den Einsatz von proprietären Dateiformaten. Sie lässt sich vielmehr universell einsetzen – vor allem bei dem weltweit am meist verbreiteten und genutzten Format MP3. Mit diesem Konzept können Downloadverkäufer und Rechteinhaber ihre digitalen Waren schützen und die Einhaltung der Urheberrechte auch in der Praxis durchsetzen. Das Watermarking-System des Fraunhofer IPSI kommt derzeit bei den Onlinehändlern Libri.de, soforthoeren.de und diadopo zum Einsatz.
Neben dem Überwachungstool für die P2P-Netze wird das Fraunhofer Institut auf der CeBIT auch einen Prototypen für einen digitalen erhobenen Zeigefinger vorstellen. Wenn Nutzer eines Filesharingprogramms versuchen, mit Wasserzeichen geschützte Dateien herunterzuladen, kann das System beispielsweise eine anonyme Instant Message mit einem Warnhinweis an den betreffenden Nutzer schicken.





