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Französische Verwertungsgesellschaft bleibt hart

Die französische Verwertungsgesellschaft SCPP will auch weiterhin gerichtlich gegen illegale Filesharer vorgehen. Bei den Einnahmen verbucht die SCPP einen leichten Rückgang.

Die französische Verwertungsgesellschaft SCPP will auch weiterhin gerichtlich gegen illegale Filesharer vorgehen. Dies kündigte Generaldirektor Marc Guez beim jährlichen Meeting mit Pressevertretern vor kurzem in Paris an. Zwar halte sich die SCPP während des laufenden Gesetzgebungsverfahrens zur Novelle des französischen Urheberrechts, mit dessen Abschluss nach Einschätzung von Guez frühestens Ende August zu rechnen ist, zurück, bereite aber im Hintergrund weitere Klagen vor, bericht „Billboard“ von der Versammlung.

Für das Jahr 2005 berichtet die SCPP Einnahmen in Höhe von 59,7 Mil. Euro, was nach Angaben der SCPP einem jährlichen Rückgang um 1,8 Prozent bedeutet. Dies sei auf Ausfälle im Bereich Fernsehsenderechte zurückzuführen, die wegen offener Verhandlungen für das Jahr 2005 nicht gezahlt worden waren.

Optimismus ist dagegen bei der Entwicklung des Downloadmarkts angesagt. Pascal Nègre, SCPP-Präsident und Chairman und CEO bei Universal Music France, erwartet für Ende des Jahres einen Anteil der digitalen Verkäufe am Gesamtmarkt von zehn Prozent.

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