Die französische Urheberrechtsgesellschaft Société Civile des Producteurs de Phonogrammes en France (SPPF) hat gegen die in den USA ansässigen P2P-Entwickler StreamCast, Azureus und Shareaza Klage eingereicht. Die Urheber fordern von den Filesharingfirmen mehr als 20 Mio. Euro Schadensersatz, den Löwenanteil soll mit 16,6 Mio. Euro Azureus bezahlen.
Die SPPF wirft den Herstellern und Vertrieben der P2P-Software vor, die Rechte ihrer Mitgliedsfirmen durch die Ermöglichung von illegalen Downloads verletzt zu haben. SPPF-Generaldirektor Jérôme Roger erklärte, diese Klage sei die erste ihrer Art in Frankreich, seitdem im Sommer 2006 das neue Urheberrecht des Landes verabschiedet wurde.
Gleichzeitig gibt Roger aber zu, dass die Klage nur wenig am Filesharingaufkommen ändern wird. Vielmehr wolle die SPPF die neue französische Regierung unter Präsident Nicolas Sarkozy damit darauf hinweisen, dass es für den Kampf gegen Onlinepiraterie eines konzertierten Aktionsplans bedürfe, der auch die Internetanbieter mit einbeziehe und der schärfere Strafen erfordere.





