Das zuletzt krisengeschüttelte Musikgeschäft in Frankreich erlebte im ersten Halbjahr 2005 zumindest nach Exemplaren eine Trendumkehr: Die Zahl der ausgelieferten Tonträger stieg um 5,1 Prozent. Die Umsätze gaben allerdings weiter nach und sanken um 2,7 Prozent.
Gilles Bressand, Präsident des französischen Phonoverbands SNEP und CEO der unabhängigen Plattenfirma XIII Bis führt die Entwicklung vor allem auf Preismarketingmaßnahmen zurück: Plattenfirmen und Händler hätten beide zugunsten ihrer Kunden an der Preisschraube gedreht und so Tonträger wieder attraktiver gemacht. Die Kehrseite seien allerdings knappere Margen.
Dies schlägt sich auch in der Statistik nach Einzelhandelsergebnissen nieder: Laut SNEP-Angaben wuchs die Zahl der tatsächlich verkauften Tonträger in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres um 4,8 Prozent, die Umsätze im Handel seien allerdings um 11,7 Prozent schmaler ausgefallen als noch im ersten Halbjahr 2004.
Das Jahr 2004 hatten die SNEP-Mitglieder mit einem Umsatzminus von mehr als 14 Prozent abgeschlossen, zum Halbjahr 2004 lag das Minus noch bei 22 Prozent.





