Recorded & Publishing

Frankreichs Branche senkt Edelmetallgrenzen

Der französische Tonträgerverband SNEP hat die Grenzen zum Erlangen von Edelmetallauszeichnungen abgesenkt. Damit reagiere man auf die sinkenden Verkaufszahlen, hieß es. Doch die Indies sind damit nicht einverstanden.

Der französische Tonträgerverband SNEP hat die Grenzen zum Erlangen von Edelmetallauszeichnungen bei Alben abgesenkt. Damit reagiere man auf die sinkenden Verkaufszahlen, erklärte Generalsekretär Hervé Rony.

Alle Veröffentlichungen, für die nach dem 1. Juli beim Verband ein Edelmetall beantragt wurde, unterliegen künftig der neuen Regelung: Für Gold reichen inzwischen 75.000 verkaufte Longplayer statt wie bisher 100.000. Platin gibt es bereits ab 200.000 Einheiten (bisher 300.000) und die Diamant-Trophäe überreicht SNEP ab 750.000 Alben (bisher eine Mio.). Diese Maßnahme diene dazu, dass nun wieder ähnlich viele Veröffentlichungen mit Gold und Platin ausgezeichnet werden, wie vor Beginn der Marktkrise vor drei Jahren.

Der französische Verband der unabhängigen Plattenfirmen hält jedoch nichts von den Regeländerungen der SNEP. Stéphan Bourdoiseau, President der UPFI und zugleich Chef von Wagram Music, findet die „plötzliche und einseitige Entscheidung“ der SNEP bedenklich. Der Majorverband, dem allerdings auch einige namhafte französische Independents angehören, entwerte damit die Auszeichnungen grundlegend.

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