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Fourtou will Vivendis Finanzkrise schnell beheben

Jean-René Fourtou, neuer CEO bei Vivendi Universal, will die Liquiditätskrise des Konzerns in den Griff bekommen. Ein erster Schritt könnte der Verkauf der Mobilfunksparte sein.

Jean-René Fourtou, neuer CEO bei Vivendi Universal (VU), will die Liquiditätskrise des Konzerns zügig in den Griff bekommen. Bis September will er einen Restrukturierungsplan vorlegen. Experten rechnen zunächst mit Verkäufen von Unternehmensteilen in der Telekommunikation, Wasserversorgung und beim Abonnementenfernsehen. Laut „Wall Street Journal Europe“ soll in einem ersten Schritt die Mobilfunksparte abgestoßen werden. VU will demnach seine 44-prozentige Beteiligung am französischen Telekom-Unternehmen Cegetel und deren Mobilfunktochter SFR für rund 4,7 Milliarden Euro an Vodafone abtreten. Geld, das Fourtou dringend bräuchte, um die Investoren zu beruhigen: Die Rating-Agentur Moody’s drohte bereits damit, die Kreditwürdigkeit von VU ein weiteres Mal herabzustufen. Man sei in aktiven Verhandlungen mit den Gläubigerbanken, hieß es aus der Pariser Konzernzentrale. „Das Unternehmen rechnet schon sehr bald mit einer Einigung.“