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Forrester lehnt Inducement Act ab

Die geplante Verschärfung des amerikanischen Urheberrechts kommt nicht aus der Kritik. Nun erklären die Marktforscher von Forrester, warum der so genannte Inducement Act im Kampf gegen Internetpiraterie wirkungslos bleiben wird.

Die geplante Verschärfung des amerikanischen Urheberrechts kommt nicht aus der Kritik. Nun erklären die Marktforscher von Forrester, warum der so genannte „Inducing Infringements of Copyrights Act“ (IICA) im Kampf gegen Internetpiraterie wirkungslos bleiben wird. Die 20 Prozent der Amerikaner, die regelmäßig Filesharing-Dienste nutzen, werden auch vom neuen Gesetz nicht von ihrem Tun abgehalten, sagen die Analysten Josh Bernoff und Christopher Mines. P2P-Netzwerke würden auch den IICA überleben. „44 Mio. Amerikaner tauschen Dateien. Der Versuch, diese Angebote zu verbieten, ist als wenn man versuchte, Bakterien mit Antibiotika zu vernichten – es wird immer wieder Mutationen geben, die dagegen resistent sind.“ Genauso wie die User einst von Napster zu KaZaA wechselten, nutzen sie nun vermehrt P2P-Software wie BitTorrent oder Shareaza. Es werde immer wieder neue Technologien geben, die sich einer möglichen Strafverfolgung entziehen, so Bernoff und Mines. Die beste Waffe im Kampf gegen Piraterie seien Forrester zu Folge legitime Angebote wie der iTunes Music Store oder Napster. Diese Downloaddienste würden allein in den USA in diesem Jahr über 300 Mio. Dollar Umsatz erwirtschaften. Der IICA sieht vor, dass jeder, der bei einer Copyrightverletzung Beihilfe leistet oder zu dieser aufruft oder verleitet, zur Verantwortung gezogen werden kann. Dies würde aber nach Ansicht von Kritikern dazu führen, dass auch Software wie iTunes oder Windows Media, als illegal eingestuft werden, da sie es ermöglichen, CDs zu rippen. Forrester sieht im IICA nur dann einen gangbaren Weg, wenn die Gesetzgeber verhindern, dass die Nutzungsrechte von Konsumenten nicht beschnitten würden.

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