Recorded & Publishing

Forrester erwartet Boom im On-Demand-Geschäft

In fünf Jahren entfällt ein Drittel aller Verkäufe im Musikgeschäft auf Downloads. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Marktforscher von Forrester. Der Anteil von VoD-Angeboten soll bei 15 Prozent liegen.

In fünf Jahren entfällt ein Drittel aller Verkäufe im Musikgeschäft auf Downloads. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Marktforscher von Forrester unter dem Titel „From Discs To Downloads“. Der Anteil von VoD-Angeboten soll dann bei 15 Prozent liegen. „Die Abkehr vom physischen Produkt wird den Negativtrend in der Musikindustrie auffangen und auch der Filmbranche neue Einnahmequellen eröffnen, allerdings wird diese Entwicklung für Handelskonzerne wie Tower Records oder Blockbuster verheerend“, meint Forrester-Analyst Josh Bernoff. Deshalb sei mit einer massiven Verschiebung der Kräfteverhältnisse in der Entertainment-Branche zu rechnen. Wer nur die Piraterie bekämpft, verliert laut Bernoff den Anschluss. „On-Demand-Services sind die Zukunft des Entertainment-Geschäfts. CDs, DVDs und andere physische Datenträger werden im Mediengeschäft überflüssig.“ Laut Forrester sei damit zu rechnen, dass binnen der nächsten neun Monate mindestens zehn Windows-basierte Musik-Download-Shops ihren Kunden überzeugende Alternativen zu illegalen Tauschdiensten bieten werden. Die Manager der Filmbranche hätten dann die Chance, von den Erfahrungen der Plattenfirmen zu lernen. Für das Jahr 2005 rechnet Forrester mit VoD-Umsätzen in Höhe von 1,4 Mrd. Dollar; gleichzeitig würden die Umsätze mit DVDs und VHS-Cassetten um acht Prozent sinken. Die aktuelle Forrester-Studie basiert auf den Ergebnissen einer Umfrage unter knapp 4800 Erwachsenen und 1170 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 22 Jahren.