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Fopp-Insolvenzverwalter entlässt und sucht Käufer

Nach dem ersten Kassensturz der Insolvenzverwalter steht fest: 700 der 800 Mitarbeiter bei der britischen Handelskette Fopp verlieren ihre Jobs. Die Gläubiger warten unterdessen auf Bezahlung der Aussenstände in Höhe von rund 20 Mio. Pfund.

Nach dem ersten Kassensturz der Insolvenzverwalter von Ernst & Young steht fest: 700 der 800 Mitarbeiter bei der britischen Handelskette Fopp verlieren ihre Jobs. „Es ist bedauernswert, dass wir diese Entlassungen vornehmen mussten“, erklärte Vermögensverwalter Colin Dempster. „Aber wir sind nicht in der Lage, die Läden wieder zu öffnen, solange wir keine Übereinkunft mit den Lieferanten erzielt haben.“

Die Gläubiger warten unterdessen auf Bezahlung der Außenstände in Höhe von rund 20 Mio. Pfund oder umgerechnet 29,6 Mio. Euro. Die Hälfte dieser Schulden hat Fopp bei seinen Lieferanten, zu denen u.a. Universal Music, EMI, Warner Music, Sony BMG, Plastic Head Music Distribution und ESD Wholesale zählen. Eine größere Summe schuldet Fopp auch der Halifax Bank of Scotland.

100 Fopp-Mitarbeiter behalten bis auf Weiteres ihre Arbeitsverträge für den Fall, dass Ernst & Young einen Käufer für die 81 Geschäfte finden sollte. Dempster rief daher alle potenziellen Käufer mit einem ernst gemeinten Übernahmeinteresse auf, Ernst & Young zu kontaktieren.

Im Geschäftsjahr 2005, das Ende März 2006 endete, machte Fopp einen Gewinn von 184.000 Pfund (272.500 Euro) bei Umsätzen von 40,1 Mio. Pfund (59,4 Mio. Euro). Für das Fiskaljahr 2006, das Ende März 2007 zu Ende ging, sollen es 50,7 Mio. Pfund (75,1 Mio. Euro) Umsatz gewesen sein.

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