Die Jury des Fonds Experimentelles Musiktheater hat für die Spielzeit 2007/2008 eine neue Produktion ausgewählt. Unter dem Arbeitstitel „Kann Heidi brauchen, was es gelernt hat?“ realisieren Komponist und Regisseur Leo Dick, Szenograf Tassilo Tesche, Dramaturgin Felizitas Ammann und der musikalische Leiter Titus Engel eine experimentelle Musiktheaterproduktion, die auf Basis der Heidi-Bücher von Johanna Spyri dem Phänomen „Heimat“ nachspürt. Aus mehr als 30 internationalen Bewerbungen haben die Jurymitglieder Laura Berman, Amelie Deuflhard, Paul Esterhazy und Heiner Goebbels eine Produktion ausgewählt, die sich mit der Sehnsucht nach Ursprünglichkeit und Authentizität in einer globalisierten Welt auseinandersetzt. Die Uraufführung findet am 7. Juni 2008 am Theater Bielefeld statt. Mit Michael Heicks war auch der Intendant des gastgebenden Theaters bei der Jury-Sitzung anwesend.
Der Fonds Experimentelles Musiktheater wurde in Zusammenarbeit von NRW-Kultursekretariat und der Kunststiftung NRW im Mai 2005 eingerichtet, um wichtige neue Impulse für die zukünftige Opern- und Theaterarbeit zu geben. Ausgewählt und mit jeweils 80.000 Euro gefördert werden in Verbindung mit verschiedenen nordrhein-westfälischen Bühnen solche Projekte, die das Verhältnis von Sprache und Musik beleuchten und unter Einbeziehung von Komponenten aus Musiktheater, Schauspiel und bildender Kunst in neuen Darstellungsformen sinnlich erfahrbar machen.
Die Ausschreibung für die vierte Produktion, deren Uraufführung 2009 sein soll, erfolgt im Sommer 2007.





