Der neue Chef bei der amerikanischen Niederlassung von Virgin Records will offenbar mit höchster Priorität die kaufmännischen und juristischen Angelegenheiten beim Label neu ordnen. Chairman & CEO Jason Flom verpflichtete deshalb bereits drei Tage nach seinem Arbeitsantritt einen Leiter für den Bereich Business Affairs & Development. Der Executive Vice President auf diesem neu geschaffenen Posten bei Virgin wird Jeffrey Kempler, der zuletzt bei Atari in ähnlicher Funktion tätig war. Zwischen 2000 und 2004 war Kempler als Chefsyndikus bei der Island Def Jam Music Group. In seiner neuen Funktion wird Kempler direkt an Flom berichten und eng mit Lerry Mestel, COO und General Manager, sowie Phil Wild, Senior Vice President Business Affairs, zusammenarbeiten.
Virgin US gilt seit Jahren als Label, das bei manchen Künstlern zu viel Geld investiert, ohne entsprechende Renditen zu sehen. Als exemplarisch gilt der Deal mit Mariah Carey, der Virgin im Jahr 2001 zuerst kolportierte 80 Mio. Dollar für vier Alben beim Abschluss und dann noch mal 28 Mio. Dollar bei der Auflösung ein Jahr später gekostet hatte. Aber auch der Vertrag mit den Rolling Stones gilt in Anbetracht der heute unbefriedigenden Verkaufszahlen als viel zu hoch dotiert.





