Die Musikbranche sollte die Marktmacht von Apple nicht unterschätzen, findet Finanzexperte Cody Willard. Der iPod-Macher sei auf dem besten Weg, Wal-Mart als umsatzstärksten Musikhändler der USA abzulösen. In einem Gastbeitrag für die „Financial Times“ rechnet der Hedgefonds-Manager von CL Willard Capital Partners vor, wie Apple zur Nummer eins werden könnte. Bis Ende 2006 werde der Computerhersteller über 50 Mio. iPods im US-Markt unters Volk gebracht haben.
Wenn man nur durchschnittliche jährliche Ausgaben von 100 Dollar – gleichbedeutend mit sechs CDs – pro iPod-Besitzer im iTunes Music Store annimmt, ergäbe dies einen jährlichen Musikumsatz von fünf Mrd. Dollar für Apple. Genauso viel setzt Wal-Mart derzeit pro Jahr mit Musikverkäufen um und hat dabei einen Marktanteil von knapp 20 Prozent in den USA. Willard geht jedoch davon aus, dass ein Großteil der iPod-Besitzer die 500-Dollar-Grenze bei ihren iTunes-Ausgaben bereits nach drei bis vier Jahren überschreiten.
Schon in den kommenden Jahren könnte Apple somit sogar zwischen zehn und 15 Mrd. Dollar jährlich mit Musikverkäufen einnehmen. Im jüngst abgelaufenen Geschäftsjahr setzte Apple 899 Mio. Dollar mit Downloads sowie Dienstleistungen und Zubehör rund um iTunes und iPod um.





