Recorded & Publishing

Filialen von Tower Records werden erneuert

Die US-Handelskette Tower Records investiert wieder in ihre Shops. Nach einer ersten Wiedereröffnung in Seattle seien auch weitere Renovierungen geplant. Trotz geplatzter Angebote sucht die Kette weiter nach einem Käufer.

Die US-amerikanische Handelskette Tower Records investiert in den Umbau ihrer Filiale in Seattle. Der umgestaltete und vergrößerte Shop soll den Kunden modernste Serviceterminals bieten und durch einen Retro-Look eine angenehme Kaufatmosphäre erhalten. Die Verkaufsfläche des Stores wurde durch den Umzug in ein ehemaliges Warenhaus fast verdoppelt. „Wir haben ein Design im Stil der 60er und 70er ausgewählt und es mit aktuellen technischen Anwendungen kombiniert“, beschreibt Towers Vice President Kevin Cassidy das überarbeitete Shopkonzept. In der neuen Filiale kann der Kunde laut Cassidy zwischen 70.000 Musiktiteln, 20.000 Film-DVDs sowie 5.000 Musik-DVDs wählen.

Mit den Investitionen will Tower einen Schlussstrich unter die Turbulenzen der letzten Jahre ziehen und das Unternehmen wieder auf Expansionskurs bringen. Die Unternehmensführung gibt sich daher in einer Mitteilung betont optimistisch und glaubt daran, dass Tower „wiedererstarkt“ aus der Krise hervorgehen kann. Nach dem Store in Seattle sollen weitere Filialen auf ähnliche Weise aufgewertet werden. Dies belege Cassidy zufolge das Engagement der Anteilseigner für die Kette.

Die Gläubiger hatten nach der Insolvenz von Tower Records die Schulden des Unternehmens vorerst in eine 85-prozentige Beteiligung umgewandelt und laut Insidern Übernahmeangebote von u. a. Hicks, Muse oder Tate & Furst abgelehnt. Auch wenn die Eigner früher oder später ihre Investitionen wieder zu Geld machen wollen, scheinen sie sich doch momentan darauf zu konzentrieren, die Kette durch den Ausbau von Filialen weiterhin attraktiv für potenzielle Käufer zu gestalten.

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