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Filesharer unter Druck

Die Zahl der legalen Downloads hat sich laut IFPI im ersten Halbjahr mehr als verdreifacht. Der Branchenverband um Chairman John Kennedy sieht sich dadurch in seiner offensiven Haltung gegen illegale Angebote bestärkt.

Die Zahl der legalen Downloads hat sich laut IFPI im ersten Halbjahr mehr als verdreifacht. Der Branchenverband sieht sich dadurch in seiner offensiven Haltung gegen illegale Angebote bestärkt. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2005 wurden in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den USA 180 Mio. Tracks, verkauft – mehr als im gesamten Jahr davor: 2004 waren es insgesamt 157 Mio. Tracks, davon 100 Mio. im zweiten Halbjahr. Obwohl die Nutzung von Breitbandnetzen seit Januar um 13 Prozent zunahm, gab es bei illegalen Downloads nur noch einen Zuwachs um drei Prozent auf rund 900 Mio. Tracks. Die Anzahl der Track-Downloads wuchs in den USA von 55 Mio. auf 159 Mio. und in Großbritannien von einer auf zehn Mio. an. Frankreich und Deutschland kamen der IFPI zufolge auf vier bzw. acht Mio. Songdownloads.

IFPI-Chairman John Kennedy sieht deshalb ein Signal für die Abkehr der User von illegalen Angeboten. „Ob es die Angst davor ist, erwischt zu werden, oder die Erkenntnis, dass manche Netzwerke dem eigenen Computer schaden: Die Sichtweise verändert sich.“ Die IFPI hält an der Abschreckung fest, die bisher in zwölf Ländern zu 11.522 Verfahren gegen P2P-Sünder führte. Momentan laufen Prozesse in Österreich, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Island, Irland, Italien, Japan, den Niederlanden, Großbritannien und den USA.

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