Recorded & Publishing

Filesharer geraten unter Druck

Die Musikbranche will auch hier zu Lande mit Strafanzeigen gegen Nutzer von Musiktauschbörsen vorgehen. Eine entsprechende Initiative soll laut Medienberichten am Dienstag bei der Pressekonferenz des Bundesverbands Phono bekannt gemacht werden.

Die Musikbranche will auch hier zu Lande mit Strafanzeigen gegen Nutzer von Musiktauschbörsen vorgehen. Eine entsprechende Initiative soll laut Medienberichten am 30. März bei der Pressekonferenz des Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft bekannt gemacht werden. Kurz darauf soll es zu ersten Klagen kommen. „Es kann jeden treffen“, zitiert die „Financial Times Deutschland“ ungenannte Branchenkreise. In einem ersten Schritt wolle die Branche gegen Nutzer vorgehen, die sehr viele Titel über das Internet zum Tausch anbieten. Laut Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ will die Branche zunächst Klagen gegen Unbekannt einleiten, anschließend sollen dann nach der Ermittlung der Identität von P2P-Nutzern anhand der IP-Adressen zivilrechtliche Schritte folgen. Beim Bundesverband heißt es dazu bislang nur, man wolle auf der Jahrespressekonferenz „über die weitere Strategie der Musikwirtschaft gegen Internetpiraterie informieren“. Zuvor hatte der Bundesverband seit der Popkomm 2003 Nutzer von P2P-Börsen mit Instant-Messages vor den möglichen Folgen ihres Tuns gewarnt. Ähnliche Schritte hatten zuletzt der britische Branchenverband BPI und die IFPI Austria eingeleitet. Auch aus Frankreich und Dänemark war bereits zu hören, dass bald rechtliche Schritte nach dem Vorbild der amerikanischen RIAA eingeleitet werden sollen. Mehr zum Thema