Die US-Medienaufsichtsbehörde FCC (Federal Communications Commission) will offenbar eine Schlichtung mit Radiosendern herbeiführen, die unter Payola-Verdacht stehen.
Bislang gibt es noch keine offiziellen Stellungnahmen, doch der „Hollywood Reporter“ berichtet unter Berufung auf interne Quellen, dass die FCC das seit Monaten virulente Payola-Thema mit einem zweiteiligen Plan aus der Welt schaffen will. Im Gespräch ist dabei unter anderem eine Sendequote für „unabhängig produzierte Musik“.
Die Sendergruppen, gegen die wegen der illegalen Verquickung von Programmgestaltung und materiellen Begünstigungen ermittelt wird, sollen demnach einen noch zu definierenden Programmanteil für Veröffentlichungen von Independentlabels reservieren. Wie umfangreich diese De-facto-Quote sein wird, ist derzeit ebenso unklar, wie die Frage, was die FCC unter „unabhängig produziert“ versteht.
Teil zwei der Einigung soll aus einem Erziehungsprogramm bestehen, das Radio- und Labelmitarbeiter über die Rechtslage aufklären soll. Es soll dabei ein Verhaltenskodex etabliert werden, der die Geschäftsbeziehungen zwischen Plattenfirmen und Sendern verbindlich definiert. Als Gegenleistung dafür, dass die Radios die FCC-Bedingungen akzeptieren, sollen die Ermittlungen eingestellt werden.





