Eine Fusion der beiden konkurrierenden amerikanischen Satellitenradiobetreiber bleibt fürs Erste außer Reichweite. Die US-Medienaufsicht FCC hat nun unmissverständlich klargemacht, dass bei der aktuellen Rechtslage ein Merger nicht genehmigt werden würde.
Seit Monaten drängten die führenden Aktionäre bei XM Satellite Radio und Sirius Satellite Radio auf die Aufnahme von Fusionsverhandlungen. Zu hoch sei der anhaltende Kostendruck für beide, und schwarze Zahlen seien womöglich noch Jahre entfernt. Auch das Management beider Firmen gab sich zuletzt offener gegenüber dieser Option. Das führte in Finanzkreisen zu Spekulationen und bescherte den Aktien von XM und Sirius einen deutlichen Aufschwung, nachdem die Papiere im vergangenen Jahr massiv eingebrochen waren und bei Anlegern für lange Gesichter gesorgt hatten.
Doch die Nachricht von der ablehnenden Haltung von FCC-Chef Kevin Martin versetzte beiden Firmen wieder einen Dämpfer an der Wall Street. Doch es scheint eine Hintertür für die Digitalfunker zu geben: XM und Sirius müssten bei der FCC eine Änderung des Reglements beantragen. Dieser Prozess kann sich über Monate hinziehen und müsste nach Ansicht von Beobachtern schleunigst in die Wege geleitet werden, damit es noch vor dem US-Wahlkampf zu einer Entscheidung kommen kann.
Die Befürchtung der Fusionsbefürworter: Sollte bei den kommenden Präsidentschaftswahlen ein Demokrat ins Weiße Haus einziehen, würde auch die derzeit republikanisch dominierte FCC neu besetzt werden. Und Demokraten stehen Monopolbildungen traditionell weniger freundlich gegenüber.





