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FBI ermittelt gegen Lou Pearlman

Die Sorgen für Boyband-Macher Lou Pearlman wachsen ins Unermessliche. Gegen den Unternehmer sind derzeit über 20 Verfahren anhängig. Es geht um Außenstände in dreistelliger Millionenhöhe. Das FBI ermittelt bereits wegen mafiöser Veruntreuung.

Die finanziellen und juristischen Sorgen für den einstigen Boyband-Macher Lou Pearlman wachsen langsam ins Unermessliche. Anfang Januar hieß es nur, eine Bank aus Minnesota bange um ihr Geld, weil Pearlman sein Kredite nicht bedient. Nun stellt sich heraus, dass der einstige Manager von ‚N Sync und den Backstreet Boys vermutlich in einen groß angelegten Betrug verstrickt ist.

Gegen den Mehrfachunternehmer sind derzeit über 20 Verfahren anhängig. Es geht um Außenstände in dreistelliger Millionenhöhe. Das FBI ermittelt bereits wegen mafiöser Veruntreuung. Mitte Februar kam es in Orlando am Firmensitz und im Privathaus von Pearlman zu Razzien, wo Beweise für ein illegales Pyramidensystem sichergestellt wurden.

Mehr als 317 Millionen Dollar von Investoren und Mitarbeitern sollen bei dem Betrug hinterzogen worden sein. Mindestens 1400 Personen seien durch das Scheinanlageprojekt geprellt worden, heißt es nach ersten Ermittlungserkenntissen.

Das Firmengeflecht von Pearlman – bestehend unter anderem aus seiner Charterfluglinie Trans Continental Air, dem Labels Trans Continental Records und einer Talentagentur – wurde inzwischen auf richterliche Anordnung einem Insolvenzverwalter übergeben, der die restlichen vorhandenen Aktiva zu Barem machen soll.

Unterdessen scheint der Drahtzieher des Betrugs untergetaucht zu sein: Medienberichten zufolge wissen nicht einmal Pearlmans Anwälte, wo sich ihr Mandant aufhält. Auch die Büros der diversen Trans-Continental-Firmen sind seit Tagen nicht besetzt.

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