Das Blues-Label Fat Possum geht gerichtlich gegen seinen ehemaligen Joint-Venture-Partner Epitaph vor. Firmengründer Matthew Johnson sieht sich von seinen einstigen Co-Financiers über den Tisch gezogen. Fat Possum mit Sitz in Oxford im US-Bundesstaat Mississippi wurde im Juli 1997 als Gemeinschaftsunternehmen zusammen mit der kalifornischen Plattenfirma Epitaph neu aufgebaut. Bis ins Jahr 2003 schrieb das kleine Blues-Label, zu dessen Künstlern u. a. RL Burnside, Solomon Burke und Junior Kimbrough zählen, allerdings rote Zahlen. Laut der Klage, die Johnson nun in Los Angeles eingereicht hat, wollte Epitaph seine Firmenanteile ab Oktober 2003 loswerden. Seitdem wollte Epitaph angeblich keine der vereinbarten Finanzleistungen mehr erbringen. Laut Klageschrift habe Johnson unter wirtschaftlichem Druck eingewilligt, die Epitaph-Anteile zum 1. Juli 2004 zu übernehmen. Dennoch habe Epitaph Abschlüsse hinausgezögert und Fat Possum genötigt, Rechte am erfolgreichen letzten Album von Solomon Burke und am demnächst erscheinenden Album der Black Keys abzutreten. Auch hätten Retouren, die vom US-Vertrieb Koch an das Label gingen, nicht mit registrierten Verkäufen und Inventurzahlen aus dem Juni übereingestimmt. Für Johnson steht fest, dass Epitaph einen „böswilligen Plan“ ausgebrütet hat, der „Fat Possum wirtschaftlich zerstören sollte“. Die Höhe des Schadensersatzes soll nun eine Verhandlung oder ein Vergleich ermitteln.
Fat Possum verklagt Epitaph
Das Blues-Label Fat Possum geht gerichtlich gegen seinen ehemaligen Joint-Venture-Partner Epitaph vor. Firmengründer Matthew Johnson, dessen Label Künstler wie Solomon Burke veröffentlicht, sieht sich über den Tisch gezogen.





