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Fast 20.000 Euro beim Deutschen Hörbuchpreis vergeben

Am 10. März wurden die sieben Gewinner:innen des Deutschen Hörbuchpreises bekannt gegeben. Neben den Auszeichnungen für die besten Interpret:innen und das beste Hörbuch für Kinder gab es auch eine Ehrung für ein Hörbuch zum Thema NSU in der Kategorie „Das besondere Hörbuch“.

Insgesamt 19.998 Euro an Preisgeldern wurden am 10. März 2026 im Rahmen des Deutschen Hörbuchpreises ausgeschüttet. Die Preisträger:innenjury, bestehend aus Vertreter:innen des Medien- und Literaturbetriebs, zeichnete sieben Gewinner:innen aus, in sechs Rubriken war der Preis mit 3333 Euro dotiert.

Den Preis als „Beste Interpretin“ erhielt die Schauspielerin Anja Herden für ihre Einlesung von Der Fluch der Falodun-Frauen der nigerianischen Autorin Oyinkan Braithwaite. Die Hörbuchfassung erschien im Verlag Aufbau Audio. Die Jury lobte unter anderem Herdens Stimme: „Mal tief und aufgeraut, mal fast zerbrechlich, verleiht sie dem Hörbuch einen modernen Beat.“

Als „Bester Interpret“ wurde der Berliner Regisseur und Schauspieler Fabian Busch ausgezeichnet. Seine Interpretation des bei Der Audio Verlag erschienenen Hörbuchs „Vergiss mich“ von Alex Schulman wurde von der Jury als „ganz fein und von innen heraus“ gelobt. Busch personalisiere die Erzählerstimme, „ohne je in die reine Behauptung zu verfallen. Er ist ein Geschenk für den Autor und für uns als Hörende, denn durch ihn wird das sehr Persönliche in der Geschichte von Alex Schulman noch erlebbarer.“

In der Kategorie „Bestes Hörspiel“ gewann Oliver Sturm mit „Die Erschöpften“, einer Produktion für den Deutschlandfunk und den NDR. Laut Jury ist es ihm damit gelungen, eine „äußerst humorvolle Gesellschaftssatire zu der großen Frage danach, wie wir leben wollen“ zu schaffen. Den „Besten Podcast“ lieferten Undone, rbb und der NDR mit der von Khesrau Behroz gesprochenen Produktion „Legion“, die sich mit Scam-Fabriken in Südostasien auseinandersetzt.

Die fünfköpfige Kinderjury entschied sich in der Kategorie „Bestes Kinderhörbuch“ für den Titel „Geheimname Eisvogel“ von Liz Kessler, erschienen im Argon Sauerländer Audio Verlag. Die fünf Schulkinder lobten das Hörbuch als „spannend und schockierend“.

Den Preis in der Kategorie „Beste Unterhaltung“ erhielt der Hörverlag für den Titel „Himmelerdenblau“ von Romy Hausmann. Sie hat den Kriminalroman gemeinsam mit Florian Gregorzyk, Leslie Malton, Felix von Manteuffel, Anna Maria Mühe und Uve Teschner selbst eingelesen.

Den undotierten Preis für das „Besondere Hörbuch“ erhielten Gamze Kubaşık, Semiya Şimşek und Christine Werner für „Unser Schmerz ist unsere Kraft. Neonazis haben unsere Väter ermordet“. Der Titel befasst sich mit den NSU-Morden und scheint die Jury besonders beeindruckt zu haben: „Dieses Hörbuch MUSSTE gewinnen“, heißt es in der Begründung.

Die Gewinner:innen wurden am 10. März im Rahmen einer knapp zweistündigen Radiosendung auf WDR 5 vorgestellt.