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Fachhandel dominiert den Klassikmarkt: Club of Classics tagte

Der im vergangenen Jahr von Universal Classics und zahlreichen Händlern gegründete Club of Classics zog seine erste Bilanz. Produktpräsentationen, eine Marktanalyse und ein Besuch des Konzerts von Cecilia Bartoli rundeten das Programm ab.

“Der Fachhandel spielt eine zentrale Rolle für Klassik- und Jazzkunden“, stellte Markus Petersen, Verkaufsleiter Classics & Jazz Universal Vertrieb, auf der Tagung des Club of Classics (CoC) am 19. und 20. Februar in München fest: 40 Prozent aller Klassikkunden erfahren laut Petersen im Shop von neuen Produkten. Zudem habe eine Befragung ergeben, dass das Interesse an Klassik viel höher sei als die Zahl der tatsächlichen Käufer: „Dieses Potenzial müssen wir nutzen“, meinte Petersen.

Dennoch sollte der Handel seine Stammklientel nicht vernachlässigen: „Wenn jeder Klassikkunde, den wir schon jetzt bedienen, pro Jahr nur eine CD mehr kauft, erreichen wir eine Steigerung von 40 Prozent.“ Ein Jahr nach Gründung des CoC wertete Petersen als Erfolg, dass die vom Handel geforderte Pflege des Backkatalogs umgesetzt sei. Zu den weiteren Erfolgen zähle die Stärkung des Hochpreissegments, der Aufbau neuer Künstler, verbesserte Marketinginformationen oder die Unterstützung bei Aktionen des Fachhandels. Allerdings konnten nicht alle Ziele erreicht werden. So stehe noch kein Termin zur Einführung der DVD-Audio fest. Bodo Bochnig (Bodo Bochnig aktiv Musik, Wuppertal) mahnte eine verbesserte Kommunikation außerhalb der Meetings an. Neue Ansprechpartner bei Universal sollen Abhilfe schaffen. Beim Meinungsaustausch forderte Werner Will (Beck, München), die VÖ-Termine in Europa besser zu koordinieren. Am Abend zwischen den Arbeitstagen rundete ein Besuch des Konzerts der Sopranistin Cecilia Bartoli mit späterem Meet-and-Greet die Veranstaltung ab. Jörg Liebert (Saturn, Düsseldorf) dankte Universal für die Gründung des Clubs. Dies zeige, „dass sich die Industrie für den Handel interessiert“.