“Wir sind einer der wenigen Konzerne weltweit, der über eine erfolgreiche Multi-Channel-Strategie verfügt“, erklärte Wolfgang Urban, Vorstandsvorsitzender der KarstadtQuelle AG, bei der Vorlage der Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Jahres am 18. November. Künftig soll sich der kürzlich in vier Säulen neu aufgestellte Konzern im Kerngeschäft Handel vom Generalisten zum Spezialisten entwickeln sowie das Auslandsgeschäft und den Dienstleistungsbereich stärken. Das Ziel sei ein integrierter Handels- und Dienstleistungskonzern. Dazu will Urban weitere Allianzen und Partnerschaften schließen, rund 80 Warenhäuser umbauen und 20 Standorte als Einkaufszentren neu positionieren. Zudem plant Karstadt, die Warenbeschaffung zu zentralisieren – ein Schritt, der im Entertainmentbereich durch die Eingliederung der Tochterfirmen WOM und Schaulandt in die Essener Karstadt-Zentrale bereits umgesetzt wurde.
Laut der aktuellen Zwischenbilanz verfehlte der Handelskonzern im dritten Quartal sein selbst gestecktes Umsatzziel: Zwar erzielte KarstadtQuelle von Anfang Juli bis Ende September ein knappes Umsatzplus von 0,3 Prozent, als Ziel hatten die Karstädter aber ein Plus von 0,8 Prozent ausgegeben. Der stationäre Einzelhandel mit den Karstadt-Warenhäusern fuhr im dritten Quartal ein Umsatzminus von 6,3 Prozent ein. Die 289 Fachgeschäfte unter dem Dach von KarstadtQuelle, darunter die Filialen von WOM und Schaulandt, verbuchten von Juli bis September bei Umsätzen von rund 768 Millionen Euro Einbußen von 6,1 Prozent. Nach den ersten neun Monaten belief sich das konzernweite Umsatzminus auf zwei Prozent, der stationäre Einzelhandel verzeichnete 8,3 Prozent weniger Umsatz. Das Unternehmen weitete den Vorsteuerverlust um fast 200 Prozent auf Minus 293,4 Millionen Euro aus. Für das Gesamtjahr 2002 rechnet Karstadt unverändert mit einem Umsatzminus von drei Prozent und einem Ergebnis von 250 Millionen Euro.






