Legale Downloadangebote legen zwar immer mehr bei den Marktanteilen zu, doch in den nächsten Jahren wird die illegale Beschaffung von Inhalten weiter an erster Stelle stehen. Zu diesem Ergebnis kommen die Marktforscher von Jupiter Research, die davon ausgehen, dass bis 2011 lediglich 14 Prozent aller europäischen Downloader für Inhalte bezahlen werden.
Eine löbliche Ausnahme stellten noch die Kunden von Musik und Games dar, so Jupiter-Vice-President Mark Mulligan. In vier Jahren werden nach Jupiter-Hochrechnung mit dem Verkauf von Musik übers Netz in Europa jährlich 1,4 Milliarden Euro umgesetzt werden. Games kämen bis 2011 demnach auf rund eine Milliarde Euro Umsatz. Doch in den kommenden Jahren werde die Zahl derjenigen, die sich im Internet kostenlos mit Inhalten und Dienstleistungen versorgen, die Anzahl der zahlenden Onlinekundschaft noch bei Weitem überflügeln.
Der Bereich Paid Content & Services sei trotz aller Verbesserungen in Sachen Angebotstiefe und -qualität kaum vorangekommen, urteilt Mulligan. Für Rechteinhaber sei es daher zwingend nötig, alternative Vergütungsmodelle für den Onlinevertrieb zu prüfen. Es gelte vor allem, sich ein möglichst großes Stück am wachsenden Werbekuchen zu sichern.





