Recorded & Publishing

EU will BMG-Verkauf unter die Lupe nehmen

Die EU-Kommission wird den Verkauf von BMG Music Publishing prüfen. Die europäischen Wettbewerbshüter würden entscheiden, ob der von Bertelsmann bestimmte Auktionssieger tatsächlich grünes Licht zur Übernahme des Musikverlags erhält, hieß es aus Brüssel.

Noch steht kein Käufer fest, doch die Europäische Kommission will den Verkauf von BMG Music Publishing prüfen. Die europäischen Wettbewerbshüter werden untersuchen, ob der von Bertelsmann bestimmte Auktionssieger tatsächlich grünes Licht zur Übernahme des Musikverlags erhält, hieß es aus Brüssel.

Kommissionssprecher Jonathan Todd erklärte, ein Verkauf von BMG Music Publishing müsse sich nach den Merger-Regeln der EU richten. „Die entscheidende Frage ist, ob das (aus dem Verkauf entstehende) neue Unternehmen eine beherrschende Stellung im europäischen Musikverlagsmarkt erlangen wird.“ Die an dem Verkauf von BMG beteiligten Parteien stünden demnach in der Beweispflicht, dass ein Besitzerwechsel nicht gegen EU-Wettbewerbsregeln verstößt. Zudem werde die Kommission eine Prüfung des Markts, des Verkaufs und der möglichen Gefahren für den Sektor durchführen müssen, so Todd.

Bertelsmann hatte in der Vergangenheit bereits angekündigt, dass man beim Verkauf des Musikverlagsgeschäfts das kartellrechtliche Risiko dem Käufer überlassen will. Ein EU-Gericht hatte zuletzt Mitte Juli die Genehmigung der Kommission für das Joint Venture Sony BMG für nicht rechtens erklärt, was den deutschen Medienkonzern und Sony derzeit zur erneuten Beantragung ihres Musikmergers zwingt.

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