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EU und USA proben Schulterschluss

Die Europäische Union und die USA wollen künftig vereint gegen Produktpiraterie vorgehen. Das gaben die EU-Kommissare Peter Mandelson und Günter Verheugen sowie US-Wirtschaftsminister Carlos Gutierrez am Rande eines Gipfeltreffens bekannt.

Die Europäische Union und die USA wollen künftig vereint gegen Produkt-Piraterie vorgehen. Das gaben die EU-Kommissare Peter Mandelson und Günter Verheugen sowie US-Wirtschaftsminister Carlos Gutierrez am Rande eines Gipfeltreffens in Wien bekannt. Die Politik reagiert damit auf anhaltende Forderungen großer Wirtschaftskreise diesseits und jenseits des Atlantiks. Der wirtschaftliche Schaden durch Fälschungen und Piraterie wird auf 360 Milliarden Euro jährlich geschätzt.

IFPI-Chef John Kennedy begrüßte den Schritt der beiden Wirtschaftsgroßmächte. „Piraterie hat verheerende Auswirkungen für die Musikwirtschaft, besonders in China und Russland“, sagte Kennedy. „Das grassierende Problem der Onlinepiraterie droht die Entstehung eines gesunden legalen Downloadmarkts in diesen Ländern zu ersticken. Jetzt durchzugreifen bedeutet einen wesentlichen Schritt, das ungeheure Wachstumspotential in diesen Musikmärkten freizusetzen.“

Von dem neuen Abkommen erhofft sich Kennedy, „dass künftig auch China und Russland in enger Zusammenarbeit mit Europa und Amerika daran mitwirken, ihr Piraterieniveau deutlich zu senken“.

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