Recorded & Publishing

EU prüft iTunes-Preise

Die EU-Kommission hat bestätigt, dass man Apples Preisgestaltung im iTunes Music Store prüft. Die Wettbewerbshüter wollen herausfinden, ob die territoriale Abgrenzung der iTunes-Filialen und die Preisunterschiede zwischen Großbritannien und dem Festland rechtens sind.

Die EU-Kommission hat bestätigt, dass man derzeit Apples Preisgestaltung bei Downloads im iTunes Music Store prüft. Die europäischen Wettbewerbshüter um Kommissarin Neelie Kroes-Smit wollen herausfinden, ob die territoriale Abgrenzung der einzelnen iTunes-Filialen und die Preisunterschiede zwischen Großbritannien und dem Festland rechtens sind. „Wir haben eine informelle Anfrage an Apple gerichtet. Die Ermittlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium“, sagte ein Kommissionssprecher. Zur Debatte steht, ob Apple innerhalb des EU-Binnenmarkts mit zwei deutlich unterschiedlichen Preisen operieren darf.

In Großbritannien kostet ein iTunes-Download 79 Pence (1,14 Euro), in allen anderen europäischen Filialen nur 99 Cents. Eine britische Verbraucherschutzorganisation hatte sich bereits im September 2004 darüber beschwert. Zudem verhindere die technologische Architektur des iTunes Music Store, dass Kunden außerhalb ihres Heimatlandes einkaufen können. Brüssel soll nun prüfen, ob dies im Einklang mit geltendem EU-Recht steht.

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