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EU kommt Sony und Bertelsmann etwas entgegen

Für den erneuten Antrag auf Genehmigung ihrer vor 18 Monaten vollzogenen Fusion macht die EU-Kommission Sony und Bertelsmann das Leben nicht noch schwerer: Es genüge, die im Januar 2004 eingereichten Dokumente zu aktualisieren, hieß es heute.

Für den erneuten Antrag auf Genehmigung ihrer bereits vor anderthalb Jahren vollzogenen Fusion macht die Europäische Kommission Sony und Bertelsmann das Leben nicht noch schwerer: Es genüge, die im Januar 2004 eingereichten Dokumente zu aktualisieren, hieß es heute.

Nach interner Prüfung sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass die beiden Unternehmen nicht dazu gezwungen werden, ihre Anträge komplett neu zu erarbeiten, erklärte Jonathan Todd, Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Stattdessen sei es ausreichend, die zusätzlich erforderlichen Unterlagen nachzureichen. „Wir erwarten, dass dies so schnell wie möglich passiert“, so Todd.

Nach Eingang des Materials hat die EU einen Monat Zeit zu entscheiden, ob sie das Joint Venture unter Auflagen genehmigt, rundweg ablehnt oder eine eingehende, viermonatige Prüfung anordnet. Die Entscheidung der Marktregulierer wird zwar auf Basis der aktuellen Bedingungen in der Musikwirtschaft gefällt werden, doch die Kommission wird dabei die Merger-Regeln anwenden, die vor einer Gesetzesänderung aus dem Mai 2004 galten.

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