Die Übernahme von BMG Music Publishing durch die Universal Music Group (UMG) wird aller Voraussicht nach genehmigt. Den EU-Wettbewerbshütern nahe stehende Quellen ließen gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg durchsickern, dass die Europäische Kommission dem Verlagszusammenschluss zustimmen werde.
Die Arbeitsgruppe, die mit der Prüfung des Fusionsgesuches betraut ist, soll demnach die diversen Konzessionen, die Universal in den vergangenen Wochen angeboten hatte, als ausreichend empfunden haben und will Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes in den kommenden Wochen empfehlen, den Verkauf des Bertelsmann-Musikverlags zu gestatten. Der offizielle Stichtag für die Entscheidung der EU-Kartellwächter ist der 1. Juni.
Universal Music hatte laut Insiderberichten angeboten, sich für ein grünes Licht aus Brüssel von diversen Verlagsanteilen zu trennen. Unter anderem sollen die Kataloge von Rondor Music, Zomba Publishing, BBC Music und 19 Songs zur Verhandlungsmasse gehören. Welche Teilverkäufe nun tatsächlich bevorstehen, ist derzeit nicht bekannt.
Bertelsmann hatte BMG im September 2006 per Versteigerung für 1,63 Milliarden Euro an die UMG verkauft. Die US-Kartellbehörden hatten dem Deal bereits Mitte November zugestimmt. Nach Schätzung von Experten wird Universal Music Publishing nach Vollzug der Übernahme mit einem Marktanteil von 24 bis 28 Prozent zum weltgrößten Musikverlag aufsteigen. Die bisherige Nummer eins, EMI Music Publishing, wird auf einen Marktanteil von 17 bis 22 Prozent geschätzt.





