Die Europäische Kommission leitete am 12. Februar wie erwartet eine zweite Prüfphase zur Fusion Sony BMG ein. Die Kartellwächter meldeten ernste wettbewerbsrechtliche Bedenken an: „Die Kommission ist besorgt, dass der Zusammenschluss eine dominierende Marktposition schaffen oder verstärken könnte“, hieß es in einem Statement der EU-Behörde. Wettbewerbskommissar Mario Monti und sein Team schlossen sich damit den Bedenken an, die Mitbewerber wie Universal, EMI und der Independent-Verband Impala in Brüssel angemeldet hatten. So befürchten die Kartellwächter u. a., dass die BMG-Konzernmutter Bertelsmann etwa ihre RTL-Familie nutzen könnte, um vor allem Musik des gemeinsamen Joint Ventures mit Sony auszustrahlen und anderen Musikfirmen so den Zugang zum Markt erschweren könnte. Die weitere Untersuchung des Mergers kann nun bis zu vier Monate in Anspruch nehmen und damit bis etwa Mitte Juni dauern. Mehr zum Thema
EU-Kommission bestätigt weitere Prüfung von Sony BMG
Die Europäische Kommission leitete wie erwartet eine zweite Prüfphase zur Fusion Sony BMG ein. Die Kartellwächter meldeten ernste wettbewerbsrechtliche Bedenken an.





