Auf einer unter der deutschen Ratspräsidentschaft veranstalteten Konferenz in Berlin rief die für Verbraucherschutzfragen zuständige EU-Kommissarin Meglena Kuneva zu einer offenen und sachlichen Debatte über Verbraucherrechte in der digitalisierten Welt auf.
„Was können diese Bestimmungen in einer sich rasch verändernden Welt der CDs, DVDs und Internetdownloads leisten?“, warf Kuneva am Weltverbrauchertag als Frage auf. Es sei eine der großen Herausforderungen der Zeit, die Verbraucherrechte an die digitalisierte Welt anzupassen. „Diese Fragen sind zu wichtig, als dass sie nur hinter verschlossenen Türen erörtert werden dürften“, forderte die EU-Kommissarin alle Beteiligten zum Dialog auf.
Kuneva hatte wenige Tage zuvor für Irritationen gesorgt, als sie erst öffentlich Apple wegen der Kopplung von dessen Onlinemusikshop iTunes an den firmeneigenen iPod-Player kritisiert hatte, ihre Aussagen später aber relativierte. Auf der Berliner Konferenz „Herausforderungen und Chancen in einer digitalisierten Welt“, die unter der Schirmherrschaft von Horst Seehofers Bundesministerium über die Bühne ging, schlug Kuneva ebenfalls deutlich moderatere Töne an. Die EU, die am 13. März eine neue verbraucherpolitische Strategie angenommen hat, plant derzeit eine umfassende Anhörung, um bis 2013 zentrale Verbraucherschutzvorschriften zu modernisieren.





