Der 1,6 Mrd. Euro schwere Kauf der BMG-Musikverlage durch Universal Music ist in trockenen Tüchern. Die Wettbewerbshüter der Europäischen Kommission stimmten dem Deal unter Auflagen zu. Universal-Chairman & CEO Doug Morris feiert die Übernahme als „historischen Moment“.
Er sei erleichtert, dass die Europäische Kommission der Übernahme von BMG Publishing, dem zuvor zu Bertelsmann zählenden Musikverlagsarm, zugestimmt habe. Zuvor hatten bereits die Wettbewerbshüter in den USA und in Australien dem Deal zugestimmt.
Allerdings genehmigte die EU die Übernahme am 22. Mai in Straßburg nur unter Auflagen und mit „Bedenken“: So muss sich Universal im Gegenzug von verschiedenen Verlagsanteilen verabschieden und kündigt u. a. den Verkauf der Kataloge von Rondor UK und Zomba UK an. Außerdem wolle man sich von der europäischen Vertretung der amerikanischen Zomba-Rechte trennen.
Der Zusammenschluss von Universal Music Publishing und BMG Publishing bringt nach weltweiten Marktanteilen die Nummer drei und die Nummer vier zusammen. Gemeinsam reichen die bislang getrennten Verlagsarme an die gut 20 Prozent Marktanteil von Marktführer EMI Music Publishing heran.
Das fusionierte Unternehmen soll künftig unter dem Namen Universal Music Publishing Group firmieren und unter der Leitung von David Renzer stehen, derzeit Chairman & CEO des Universal-Verlagsarms. Renzer berichtet wiederum an Zach Horowitz, President & COO der Universal Music Group.






