Recorded & Publishing

EU-Gericht berät Fusion Sony BMG

Der Europäische Gerichtshof befasst sich am heutigen 22. September mit der Klage des Indie-Verbands Impala gegen den Merger Sony BMG. Impala-Vizepräsident Patrick Zelnick bezeichnet den Fall als „die größte politische Debatte seit der Diskussion um die europäische Verfassung“.

Der Europäische Gerichtshof befasst sich am heutigen 22. September mit der Klage des Dachverbands der unabhängigen Plattenfirmen Europas, Impala, gegen den Merger Sony BMG. Dies sei das erste Mal, dass Mittelständler die EU-Behörden zu einem Eingreifen in dieser Größenordnung hätten bewegen können, heißt es aus dem Brüsseler Lobby-Büro des Indie-Verbands. Die Wettbewerbshüter hatten die Fusion der beiden Majorkonzerne im vergangenen Jahr genehmigt, die unabhängigen Plattenfirmen sehen darin aber eine Bedrohung für den freien Zugang zum Markt. Zudem würden die Wahlmöglichkeiten der Konsumenten und somit die kulturelle Freiheit eingeschränkt. Impala-Vizepräsident und Naive-Labelchef Patrick Zelnick bezeichnet diesen Fall für Europa als „die größte politische Debatte seit der Diskussion um die europäische Verfassung“.

Bei der Anhörung in Luxemburg soll sich nun ein fünfköpfiges Richtergremium am EuGH in erster Instanz mit den Unterlagen auseinander setzen, die von der belgischen Rechtsanwaltskanzlei Crosby & Golding für die Impala-Mitglieder sowie von Sony BMG und der EU Kommission bereitgestellt wurden. Mit einem Entscheid sei etwa in drei bis sechs Monaten zu rechnen, heißt es.

Mehr zum Thema