Die Europäische Kommission bereitet offenbar eine neue Runde in der Diskussion um die grenzüberschreitende Wahrnehmung von Urheberrechten vor. So wollen die Branchenmagazine „Hollywood Reporter“ und „Billboard“ aus gut unterrichteten Kreisen innerhalb der RTL Group erfahren haben, dass die Kommission schon in der kommenden Woche eine neue formelle Stellungnahme vorlegen will, deren Inhalt die Arbeit der Verwertungsgesellschaften in Europa vor große Herausforderungen stellen könnte. Demnach sei die EU zu dem Schluss gekommen, dass die vertraglichen Bindungen zwischen den Urhebergesellschaften den Binnenwettbewerb innerhalb Europas behindern würden.
EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy hatte zuletzt Mitte Oktober Maßnahmen zur Verbesserung der EU-weiten Lizenzierung von Urheberrechten für Onlineangebote vorgestellt. Diese waren bei den Verwertungsgesellschaften zumeist nur auf verhaltene Kritik gestoßen. Erst im Rahmen der Midem hatten zudem der EMI-Verlagsarm und die Verwertungsgesellschaften GEMA und MCPS-PRS einen gemeinsamen Vorstoß hin zu einem neuen One-Stop-Shop für die Lizenzvergabe auf den Weg gebracht.





