Am 18. und 19. Juli fand im finnischen Turku ein EU-Treffen statt, bei dem die Vergabe von Finanzmitteln im Kampf gegen Produktpiraterie auf der Tagesordnung stand. Für diesen Zweck sind im Rahmen des auf sechs Jahre ausgelegten Zollprogramms insgesamt 324 Millionen Euro eingeplant.
Ziel des Programms ist es unter anderem, die elektronischen Informationsaustauschsysteme zwischen den nationalen Verwaltungen in der Union zu verbessern und die Einfuhr von gefälschten Waren einschließlich CDs, DVDs und Software einzudämmen. Bei der Initiative unter der finnischen Ratspräsidentschaft handelt es sich um die bisher umfangreichste Reform im Zollsektor der Europäischen Union. Unter dem Begriff E-Zoll soll außerdem ein umfassendes elektronisches System entstehen, über das die Unternehmen in ein papierloses Zollumfeld einsteigen können.
Nach EU-Schätzungen werden jährlich gefälschte Waren im Wert von rund 400 Millionen Euro in die Europäische Union eingeführt. CDs, DVDs und Software sollen daran einen Anteil von etwa einem Drittel haben. Mehr zum Thema





