Im ersten Halbjahr wurden in Deutschland 10,2 Prozent weniger Tonträger verkauft als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Besonders schlimm erwischte es den Singles-Markt, der um 26,4 Prozent einbrach. Die am 14. August vom Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft veröffentlichten Zahlen geben aber auch Anlass zu vorsichtiger Hoffnung: So gingen die Absatzzahlen bei den Alben nur um 6,7 Prozent zurück – ein erstes Anzeichen für die langsam greifenden Kopierschutz-Aktivitäten der Tonträgerbranche. Viel Freude bereiten die neuen Formate DVD und SACD beziehungsweise DVD-Audio. Im ersten Halbjahr 2002 wurden 1,2 Millionen Musikvideos (DVD und VHS) verkauft, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2001 bedeutet dies eine satte Steigerung um 100 Prozent. Auch bei der SACD/DVD-Audio geht es voran: 100.000 verkaufte Einheiten zeigen, dass das neue Format in Deutschland langsam an Boden gewinnt. „Der Absatz von Musik-DVDs boomt, und die neuen hochauflösenden Tonträgerformate DVD-Audio und SACD geben dem Markt Impulse für die Zukunft“, erklärte Gerd Gebhardt, Vorsitzender der Phonoverbände, zur aktuellen Situation des Musikmarktes. „Hieraus ergeben sich positive mittelfristige Perspektiven.“ Außerdem scheint die Talfahrt der Absatzrückgänge gestoppt: Zum Jahresende 2001 lag das Absatzminus bei 8,4 Prozent, zum ersten Halbjahr 2001 bei 10,8 Prozent. Optimisten können daraus immerhin eine Verlangsamung des Trends ablesen.
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